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Liveticker Ukraine-Krieg: Selenskij wirft Westen Verzögerungen bei Flugabwehrlieferungen vor

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Selenskij wirft Westen Verzögerungen bei Flugabwehrlieferungen vor© Urheberrechtlich geschützt
  • 5.08.2026 21:20 Uhr

    21:20 Uhr

    Selenskij wirft Westen Verzögerung bei Flugabwehrlieferungen vor

    Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat den westlichen Verbündeten vorgeworfen, durch verzögerte Waffenlieferungen die russischen Angriffe auf Ziele in Kiew und im Umland begünstigt zu haben. Er schrieb auf Telegram:

    "Es ist sehr wichtig, dass unsere Partner verstehen: Verzögerungen bei ihren Lieferungen oder die Weigerung, Mittel zur Abwehr ballistischer Raketen bereitzustellen, führen genau zu solchen schrecklichen Zerstörungen."

    Das russische Verteidigungsministerium hatte zuvor mitgeteilt, in der Nacht einen massierten Angriff auf Lager für Militärgüter in Kiew und im Gebiet Kiew durchgeführt zu haben.

    Bereits Anfang August hatte Selenskij den Westen wegen ausbleibender Lieferungen von Patriot-Abfangraketen kritisiert. Laut der Financial Times lehnte US-Präsident Donald Trump später zusätzliche Lieferungen solcher Raketen an die Ukraine ab.

  • 21:11 Uhr

    Rutte sucht mit NATO-Staaten nach weiterer Flugabwehr für Ukraine

    Der NATO-Generalsekretär hat dem ukrainischen Staatschef Wladimir Selenskij zugesichert, mit den Mitgliedstaaten des Bündnisses über zusätzliche Flugabwehrsysteme für die Ukraine zu beraten. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Demnach sagte Rutte während eines Telefonats mit Selenskij:

    "Ich bespreche mit den NATO-Staaten, wie wir die Luftverteidigungssysteme bereitstellen können, die die Ukraine dringend benötigt."

    Zuvor hatte der ukrainische Präsident die westlichen Partner wegen Verzögerungen bei der Lieferung von Patriot-Abfangraketen kritisiert. Seinen Angaben zufolge konnte die Ukraine in der vergangenen Nacht deshalb keine einzige Rakete abfangen.

  • 21:01 Uhr

    Britischer Verteidigungsminister trifft in Kiew ein

    Der britische Verteidigungsminister Wes Streeting ist zu einem Besuch in Kiew eingetroffen. Dies berichtet das ukrainische Portal Obschtschestwennoje.

    Geplant sind Treffen mit Präsident Wladimir Selenskij und Verteidigungsminister Jewgeni Chmara. Zudem kündigte Streeting an, im September ein weiteres Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe im Ramstein-Format einberufen zu wollen. Der sogenannten Ramstein-Gruppe gehören mehr als 50 Staaten an, die ihre Militärhilfe für die Ukraine gemeinsam koordinieren.

  • 20:59 Uhr

    Selenskij weist Botschafter an: Raketenbestände der Gastländer überwachen 

    Eine Anweisung die weit über klassische Diplomatie hinausgeht. Bei der jährlichen Botschafterkonferenz in Kiew hat Wladimir Selenskij klare Vorgaben gemacht: Diplomaten sollen künftig genau wissen, wie viele Flugabwehrraketen in ihren Gastländern lagern – und dafür sorgen, dass diese in die Ukraine gelangen.

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  • 20:53 Uhr

    Gebiet Belgorod: Elf Verletzte nach ukrainischen Angriffen auf Intensivstation

    Elf Einwohner des Gebiets Belgorod, die in den vergangenen Tagen bei Angriffen der Ukraine verletzt wurden, befinden sich in einem schweren Zustand auf der Intensivstation. Insgesamt werden derzeit 131 Menschen in Krankenhäusern behandelt. Dies teilte die Regionalregierung mit.

    Unter den Intensivpatienten befindet sich auch ein Kind. Sein Zustand sei laut Ärzten weiterhin kritisch, aber stabil. Eine akute Lebensgefahr bestehe derzeit nicht. Von den 18 Menschen, die in den vergangenen 24 Stunden verletzt wurden, mussten neun nach medizinischer Versorgung in Krankenhäusern aufgenommen werden. Die übrigen werden zu Hause behandelt.

  • 20:44 Uhr

    Gebiet Kursk: Zwei Zivilisten sterben nach Explosion ukrainischer Mine

    In der Ortschaft Trochino im Bezirk Rylsk des Gebiets Kursk sind zwei Zivilisten bei der Explosion einer ukrainischen Mine ums Leben gekommen. Dies teilte der Gouverneur der Region, Alexander Chinstein, mit. Seinen Angaben zufolge befanden sich ein 67-jähriger Mann und ein 72-jähriger Rentner in dem Fahrzeug. Beide erlagen ihren Verletzungen. Der jüngere Mann hatte mehrere Knochenbrüche und Verbrennungen erlitten.

  • 20:31 Uhr

    Sobjanin: Moskau verzeichnet immer mehr Drohnenangriffe

    Die Zahl der Drohnen im Anflug auf Moskau ist in den vergangenen Monaten wesentlich gestiegen, erklärt Bürgermeister Sergei Sobjanin. Zwei Drittel aller gegen russisches Territorium eingesetzten Drohnen flogen in Richtung der russischen Hauptstadt.

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  • 20:20 Uhr

    Kiews Armee setzt Angriffe auf Gebiet Belgorod fort – drei Verletzte

    Bei Drohnenangriffen der Ukraine im Grenzgebiet Belgorod sind drei Zivilisten verletzt worden. Dies teilte der regionale Krisenstab mit. In der Stadt Schebekino wurde ein Mann durch einen Drohnenangriff auf sein Fahrzeug verletzt. Er erlitt Splitterverletzungen an Armen und Beinen und wurde in ein örtliches Krankenhaus gebracht.

    Im Ort Maslowa Pristan wurde ein weiterer Mann bei einem Drohnenangriff auf ein Geschäftsobjekt verletzt. Er wurde mit leichten Splitterverletzungen stationär aufgenommen. Im Dorf Tscherwona Dibrowka erlitt ein Mann bei einem Angriff auf ein Unternehmen eine Minenexplosionsverletzung. Er wurde vor Ort behandelt und befindet sich in ambulanter Behandlung.

  • 19:58 Uhr

    Pistorius deutet Lieferung deutscher Haubitze RCH-155 an Kiew an

    Bei einem Besuch im KNDS-Werk in Kassel hat Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius offenbar angedeutet, dass Deutschland der Ukraine bereits vor zwei Jahren eine moderne, selbstfahrende Haubitze vom Typ RCH-155 geliefert hat. Darüber berichtet die Bild-Zeitung.

    Dem Bericht zufolge wurde die Lieferung der modernen Radhaubitze RCH-155 an die Ukraine bislang nicht offiziell bestätigt. Auch ein Kampfeinsatz des Waffensystems wurde bisher nicht öffentlich bestätigt. Pistorius erklärte jedoch, die Haubitze erfreue sich in der Ukraine großer Beliebtheit.

  • 19:39 Uhr

    "Vervollkommnung der Strukturen": Putin reformiert Russlands Militärführung

    Russlands Präsident Wladimir Putin hat am Mittwoch, dem 5. August 2026, eine Umstrukturierung sowie personelle Veränderungen in der Führung der russischen Streitkräfte angekündigt. Der Präsident erklärte, dass die Vervollkommnung der Strukturen im Verteidigungsministerium unter Berücksichtigung der Erfahrungen aus der Sonderoperation fortgesetzt werde.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.