Gesellschaft

Wahnsinns-Ticker: Herbert Grönemeyer erhält Deutschen Nationalpreis 2026

"Schöne neue Welt" oder einfach nur der normale Irrsinn? Täglich ist man als Medienkonsument mit Meldungen aus allen möglichen Themenbereichen konfrontiert, die man vor wenigen Jahren noch als Satire verbucht hätte. Wir präsentieren hier in loser Folge eine kleine Auswahl aktueller Fälle.
Wahnsinns-Ticker: Herbert Grönemeyer erhält Deutschen Nationalpreis 2026© Urheberechtlich geschützt
  • 1.04.2026 15:12 Uhr

    15:12 Uhr

    Herbert Grönemeyer erhält Deutschen Nationalpreis 2026

    Herbert Grönemeyer gilt in linken, woken Kreisen als zuverlässige Stimme, als menschgewordenes Diktiergerät in der Demokratie-Rettung. Als unbestechlicher Kämpfer in der (Verbal-)Attacke "gegen rechts".

    In den letzten fünf Jahren war dabei Verlass auf Grönemeyer, wenn es ihm und seiner treuen Fangemeinde darum ging missliebige Mitbürger auszugrenzen, ob zum Thema "Corona-Leugner" oder AfD-Sympathisantentums.

    Dieses Dasein wird nun wenig überraschend mit dem "Deutschen Nationalpreis geehrt", so die Mitteilung. Begründet wird die Entscheidung mit der Erklärung (ob es vielleicht doch ein Aprilscherz ist, werden die nächsten Tage belegen):

    "Mit der Verleihung des Deutschen Nationalpreises 2026 wollen wir Herbert Grönemeyers außerordentliche künstlerische Leistung und zugleich sein überzeugendes Engagement für die Werte unserer Demokratie würdigen."

    Die seit Jahren bewusste Ächtung von Mitmenschen führt zu der Jury-Wahrnehmung:

    "Sein stetiger Einsatz für eine offene, freiheitliche Gesellschaft und sein glaubwürdiges Plädoyer für soziale Gerechtigkeit haben ihn darüber hinaus für viele Menschen zum Vorbild werden lassen."

    X-Nutzer erinnerten nach Bekanntwerden an Grönemeyers prägnanteste Echauffierung im Jahr 2019, die er im Verlauf der Jahre variabel adaptierte. So "bellte" er wenig wohlklingend den Zuschauern eines Konzerts in Wien entgegen:

    "Ich kann mich nicht erinnern in meinem Leben, ich kannte das nur vom Hörensagen, in Zeiten zu leben, die so zerbrechlich, so brüchig, so dünnes Eis sind. Und ich glaube, es muss uns klar sein, auch wenn Politiker schwächeln – das ist, glaube ich in Österreich nicht anders als in Deutschland –, dann liegt es an uns zu diktieren, wie 'ne Gesellschaft auszusehen hat. Und wer versucht, so eine Situation der Unsicherheit zu nutzen für rechtes Geschwafel, für Ausgrenzung, Rassismus und Hetze, der ist fehl am Platze!

    Diese Gesellschaft ist offen, humanistisch, bietet Menschen Schutz … und wir müssen diesen Menschen so schnell wie möglich und ganz ruhig den Spaß daran austreiben. Keinen Millimeter nach rechts! Keinen einzigen Millimeter nach rechts! Das ist so, und das bleibt so!"

    Die Verleihung des Deutschen Nationalpreises ist eins der zentralen Projekte der Deutschen Nationalstiftung. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert. Das Preisgeld wird zwischen dem Nationalpreis und einem zusätzlichen Förderpreis aufgeteilt. Die diesjährige Verleihung findet am 23. Juni in Berlin statt.

  • 25.03.2026 14:42 Uhr

    14:42 Uhr

    "Hitler-Feuerzeug" sorgt bei Einreise eines Italieners für Strafanzeige

    Die Bundespolizei des Freistaats Bayern liefert einer ohnehin chronisch überlasteten Staatsanwaltschaft einen weiteren Fall mit eher geringfügiger Bedeutung.

    Die Presseabteilung der Bundespolizeidirektion München informiert einleitend zu dem jüngsten (Über-)Eifer eines Beamten:

    "Die Bundespolizei hat am Montag (23. März) einem Italiener im Rahmen einer Grenzkontrolle bei Mittenwald ein mitgeführtes Feuerzeug abgenommen. Der 25-Jährige musste zudem wegen einer Abbildung auf dem Feuerzeug eine Strafanzeige entgegennehmen."

    Im Rahmen eines X-Beitrags erfährt der Leser umgehend das angemahnte Vergehen des Reisenden:

    "Die Bundespolizei hat bei Mittenwald im Pkw eines Italieners ein Feuerzeug sichergestellt, auf dem Adolf Hitler samt zugehörigem Namenszug abgebildet war. Der Fahrer erhielt eine Strafanzeige wegen Einfuhr bzw. Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen."

    Wiederum die Pressemitteilung verrät das demnach uneinsichtige, (straf-)auffällige Verhalten des Italieners. So heißt es erkenntnisreich formuliert:

    "Der italienische Fahrzeugführer wies sich zunächst mit seinem Ausweis ordnungsgemäß aus. Beim Blick in den Wagen fiel den Bundespolizisten in einer Ablage unmittelbar neben dem Lenkrad ein kleines, aber deutlich erkennbares Bild von Adolf Hitler samt zugehörigem Namenszug auf. Diese Abbildung befand sich auf einem Feuerzeug, das der Mann eigenen Angaben zufolge auch regelmäßig nutzte. Weitere Angaben wollte er nicht machen."

    Es folgte laut der Mitteilung der beamtliche Hinweis an den Reisenden, dass die "Einfuhr beziehungsweise das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen" nicht gestattet sei. Was folgte:

    "Im Anschluss an diese unfreiwillige Reiseunterbrechung konnte er seine Fahrt fortsetzen – mit einer Strafanzeige im Gepäck, allerdings ohne das sichergestellte Feuerzeug."

  • 14.03.2026 12:10 Uhr

    12:10 Uhr

    6. Jahrestag: BMG Fake News-Warnung weiterhin auf X online

    Genau heute vor sechs Jahren behauptete das Bundesgesundheitsministerium (BMG) im Rahmen eines X-Beitrags, dass jegliche Gerüchte oder Sorgen zum Thema der Angst vor zeitnahen rigiden Regierungsmaßnahmen im März 2020 reine "Fake News" wären.

    Wörtlich lautet(e) der Hinweistext samt Erklärvideo:

    "Es wird behauptet und rasch verbreitet, das Bundesministerium für Gesundheit / die Bundesregierung würde bald massive weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens ankündigen. Das stimmt NICHT! Bitte helfen Sie mit, ihre Verbreitung zu stoppen."

    X-Nutzer bezeichnen zum Jahrestag des X-Beitrags, unter damaliger Verantwortlichkeit von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), die "Warnung" aus dem politischen Berlin als "die Mutter aller Fake News" in der "Corona-Krise".

    Zuhauf existieren Dokumentationen zu den wahren Auswirkungen der restriktiven Maßnahmenpolitik seitens Politik, Wissenschaft und Medien bis zum Jahr 2023.

  • 13.03.2026 10:00 Uhr

    10:00 Uhr

    Ex-Vizekanzler Habeck wird nun offiziell Märchenerzähler

    Der gescheiterte Ex-Wirtschaftsminister und Ex-Vizekanzler Robert Habeck präsentiert sich seiner Restfangemeinde bereits seit dem Vorjahr als einfühlsamer Moderator und Zuhörer im Rahmen "einer neuen Gesprächsreihe unter dem Titel 'Habeck live'" am Berliner Ensemble.

    Zur Verzückung von Grünen-Wählern (m/w/d) erweitert Habeck nun seine präsentative Anwesenheit in der Hauptstadt. So informiert das Online-Portal "Himbeer – Berlin mit Kind":

    "Bühne ab 4 Jahren: Peter und der Wolf – mit Robert Habeck als Sprecher"

    Geplant ist für einen ersten Termin ein "Familienkonzert" des Kammerorchesters Unter den Linden. Das Gesamtprogramm der Offerte für verdrängende Grünen-Versteher lautet:

    "Eine begeisternde Präsentation von Sergej Prokofjews Klassiker für Sprecher und Orchester – mit einer 'Intrada Wolfada', einer offenen Praktikumsstelle für kleine Musiker:innen, schwungvoller Vorstellung aller Orchesterinstrumente und einer ungewöhnlichen Zugabe."

    Eine weitere Information lautet:

    "Bitte beachten Sie die Sonder-Eintrittspreise für dieses Konzert."

    Der Einzelticketpreis wird nämlich an dem angekündigten Veranstaltungstag rund sieben Euro höher liegen, als bei sonstigen Offerten des Hauses.

    Dabei ist es dem russophoben Robert – "Die einzige Wahrheit, die aus Russland kommt, ist die Lüge" – Habeck bei verträumter Aussicht auf den Bühnenauftritt am 31. Mai in einem voll besetzten Saal, überraschend irrelevant oder schlicht nicht bekannt, dass Sergej Prokofjew gebürtiger Russe ist.

  • 7.03.2026 14:35 Uhr

    14:35 Uhr

    Hamburg: Theaterangestellte fordern Absage von Schwarzer-Lesung

    Die landesweit bekannte und gefürchtete Publizistin und Frauenrechtlerin der ersten Stunde, Alice Schwarzer, ist derzeit mit ihrem aktuellen Buch "Feminismus pur. 99 Worte" auf Lesereise. 

    Der bevorstehende Termin in der Hansestadt Hamburg am 8. März, dem "Internationalen Frauentag für mehr Rechte und Gleichstellung", erfährt nun vorab schon mediale Aufmerksamkeit. Der Grund: Die streitbare Feministin gilt als "rechts", zumindest für "340 Beschäftigte von Theatern", so Medienmeldungen.

    Der von Empörung strotzende Aufruf im Rahmen eines "Offenen Briefes" lautet kämpferisch und solidarisch am Internationalen Frauentag:

    "Keine Bühne für Hetze! Keine Bühne für Alice Schwarzer!"

    Voller "Bestürzung" aus den Reihen der LGBTQ*-Szene informieren selbst ernannte "linke Kreise" angesichts des im Raum stehenden Vorwurfs einer in Deutschland grassierenden "Cancel Culture":

    "Mit Bestürzung mussten wir feststellen, dass Alice Schwarzer am 08.03 ihr neues Buch 'Feminismus pur. 99 Worte' in eurem Theater vorstellen darf. Alice Schwarzer kämpft seit Jahren gegen Selbstbestimmung, Arbeitsrechte und soziale Teilhabe von Trans-Menschen und Sexarbeiter. Sie wettert gegen das Selbstbestimmungsgesetz, beharrt auf biologistischen Vorstellungen von Geschlecht, nennt Trans-Geschlechtlichkeit einen 'Trend' bzw. ein 'Freizeitvergnügen' und schwadroniert – ganz in AfD-Manier – von einer Gefahr für 'Kinder und Jugendliche, denen der Geschlechtswechsel verlockend leicht gemacht'  werde."

    Die sich der offenen Diskussion entziehende Forderung lautet daher:

    "Wir als Theatermacher*innen fordern: Sagt diese Veranstaltung ab! Nein zu menschenfeindlicher Rhetorik!"

    Das Schauspielhaus bezog auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) Stellung zur Forderung nach einer Absage der Lesung und teilte mit:

    "Schwarzer ist eine prägende Figur in der westdeutschen Emanzipationsbewegung, die sich seit 50 Jahren zu so vielen Themen äußere, sodass wir es problematisch finden, sie auf eine ihrer Positionen zu reduzieren, so diskussionswürdig einige von ihnen sind."

    Abschließend heißt es:

    "Die Forderung, die der offene Brief aus der Interpretation und Wertung herleitet, Alice Schwarzer den Mund zu verbieten und ihr keine Möglichkeit zu geben, ihre Sicht der Dinge offen zu diskutieren, tragen wir nicht mit."

    Von Schwarzer persönlich erhielt die epd demnach kein Statement, da sie zurzeit nicht erreichbar und zudem nicht die richtige Ansprechpartnerin sei, erklärte die Redaktion der von Schwarzer herausgegebenen Zeitschrift Emma.

    Wenig überraschend kündigten Schwarzer-Nichtversteher und LGBTQ-Gruppen Proteste gegen die Veranstaltung an.

  • 3.03.2026 20:34 Uhr

    20:34 Uhr

    Wehrdienst bis zum Tod?

    Der aktuelle Wehrbeauftragte Henning Otte hat im Zusammenhang mit der Veröffentlichung seines ersten Jahresberichts eine weitere Erhöhung des Höchstalters für den Wehrdienst gefordert.

    Nur wenige wissen, dass jetzt schon Einberufungen bis zum Alter von 65 Jahren möglich sind. Otte forderte nun, es müsse möglich werden, bis zum Alter von 70 einzuberufen. Verglichen damit war der Volkssturm der Nazis mit dem Höchstalter von 60 noch geradezu knackig.

    Ob dafür dann auch in den aktuellen Aufrüstungsplänen Lifte für die Panzerbesatzungen und Marschrollatoren berücksichtigt werden, hat er nicht mitgeteilt. Auch die Barrierefreiheit von Mannschaftstransportern soll noch zu wünschen übrig lassen. Die geriatrischen Abteilungen der Bundeswehrkrankenhäuser brauchen sicher auch noch eine Erweiterung.

    Aber immerhin – nachdem sich Lebenserwartung wie auch Gesundheitszustand gerade männlicher Deutscher sehr nach Einkommen unterscheiden, wäre da zumindest sichergestellt, dass es die Wohlhabenderen zuerst trifft. Pensionäre an die Front!

  • 20.02.2026 14:45 Uhr

    14:45 Uhr

    Höcke-Beißreflex - Neujahrsempfang der AfD-Dortmund wird untersagt

    Es bleibt ein politisches Phänomen der Gegenwart: die exemplarische Verteufelung des AfD-Politikers Björn Höcke in Form von medialen wie politischen Beißreflexen. Das jüngste Beispiel für diese Empörungsreaktionen liefert der WDR. Dort heißt es:

    "Dortmunds Oberbürgermeister Alexander Kalouti verbietet AfD-Fraktion geplanten Neujahrsempfang am Sonntag im Rathaus."

    Über den Hergang der Anmeldung der Veranstaltung wird berichtet, die AfD-Fraktion in Dortmund habe für kommenden Sonntag einen Neujahrsempfang im Rathaus geplant. Zu Wochenbeginn habe die Stadt der Fraktion dann offiziell die Erlaubnis erteilt, die Veranstaltung durchzuführen. Weiter heißt es:

    "Oberbürgermeister Alexander Kalouti wurde aber bekannt, dass Björn Höcke als Gastredner geladen ist. Laut Pressemitteilung der Stadt wird der AfD-Ratsfraktion heute ein Schreiben übermittelt, das die für Sonntag geplante Veranstaltung in der Bürgerhalle des Rathauses für nicht zulässig erklärt. Die Nutzungserlaubnis wird also zurückgezogen."

    Kalouti teilte zu den Beweggründen für seine Ablehnung mit:

    "Mit der mir nunmehr bekannt gewordenen Einladung von Herrn Björn Höcke als Gastredner ist der Charakter eines Neujahrsempfangs einer Fraktion im Rat der Stadt Dortmund nicht mehr gegeben, sondern erhält den einer Parteiveranstaltung. Diese sind im Rathaus jedoch generell nicht zugelassen."

    Wenig überraschend mobilisieren auch die SPD Dortmund und weitere linke Organisationen und NGOs gegen die Veranstaltung. Der Westen titelte bereits:

    "AfD-Paukenschlag: Weidel oder Höcke kommen ins Zentrum Dortmunds! Gegner laufen Sturm"

    Erst jüngst erlebte der AfD-Politiker im Rahmen zweier Einladungen, im bayerischen Kommunalwahlkampf aufzutreten, ähnliche Reaktionen (RT DE berichtete).

  • 16.02.2026 10:38 Uhr

    10:38 Uhr

    Berliner Grüne fordern Stilllegung des Gasnetzes

    "Unser Wahlprogramm für 2026" lautete die schriftliche Androhung der Berliner Grünen vor dem am letzten Wochenende durchgeführten Parteitag im Problembezirk Neukölln. Die Wahl zum 20. Abgeordnetenhaus von Berlin findet voraussichtlich am 20. September 2026 statt. 

    Der rbb berichtet zum Grünen-Treffen, dass der Spitzenkandidat Werner Graf den amtierenden Senat sowie Bürgermeister Wegner wenig überraschend "attackierte". RT DE titelte nach der Nominierung von Graf im Juli 2025:

    "Berlin: Schwul, woke und pro Asyl – Grüne präsentieren Klischee-Kandidaten zur Bürgermeisterwahl"

    Die Co-Spitzenkandidatin Bettina Jarasch erklärte aufrichtig vorwarnend:

    "Wir Grünen werden nicht fehlerfrei sein, aber wir werden die Berlinerinnen und Berliner nicht belügen."

    Dies auch – mutmaßend – bezogen auf die Absichten und Pläne des anvisierten Wahlprogramms (?). Die hauptstädtische Realität lautet, dass "rund 80 Prozent der Berliner Wohnungen direkt mit Gas oder über Fernwärme beheizt werden, die ebenfalls mit Gas erzeugt wird", so die Bild-Redaktion erinnernd.

    Dazu heißt es im Wahlprogramm der Berliner Grünen wörtlich zum Thema "Wärmewende" in "Kapitel 1: Berlin bleibt lebenswert":

    "Mit verbindlichen Zielen und klaren Zuständigkeiten machen wir Klimaschutz zur zentralen Aufgabe und bringen Berlin zurück auf den Weg zur Klimaneutralität bis 2040. Dafür werden wir Grüne das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm wieder mit Leben füllen und unter Einbeziehung der Empfehlungen des Klimabürger*innenrates zügig verabschieden.

    Entscheidend für das Erreichen der Klimaziele ist neben der Verkehrs- eine erfolgreiche Wärmewende – sie ist das Fundament und zugleich eine der größten ökosozialen und ökonomischen Zukunftsaufgaben unserer Stadt.

    Nur mit konsequenter Dekarbonisierung des Fernwärmenetzes, der Stromversorgung und der perspektivisch geplanten Stilllegung des Gasnetzes sowie einer sozial gerechten Energiepolitik bleibt Wärme bezahlbar und Berlin zukunftsfähig."

    Zur fraglichen Umsetzung lauten die Zauberwörter "Großwärmepumpen, Tiefengeothermie und Abwärmenutzung". 

    Weitere Wahrnehmungen des Spitzenkandidaten Werner Graf lauteten auf dem Parteitag phrasierend, dabei frei von Ironie und mit zu befürchtender Ernsthaftigkeit:

    "Wir treten an, um die Politik in dieser Stadt zu ändern, damit Berlin weiter eine freie, offene, spannende und weltweit attraktive Stadt bleibt. Berlin soll wieder Vorreiter werden und seine Einzigartigkeit behalten. Die Stadt steht vor großen Herausforderungen. Deswegen legen wir ein Wahlprogramm vor, das genau darauf Antworten gibt."

    Seine Co-Mitstreiterin Jarasch kündigte laut rbb zudem an, dass die Partei nur mit Versprechungen in den Wahlkampf ziehen werde, "die sie auch einlösen können – 'nicht belehrend, nicht ideologisch, aber selbstbewusst und klar', so Jarasch".

  • 12.02.2026 12:00 Uhr

    12:00 Uhr

    Bundesregierung will Lauterbach als nächsten WHO-Chef

    Alle maßgeblichen Protagonisten der "Corona-Krise", die eine restriktive Maßnahmenpolitik aktiv unterstützten – einschließlich aggressiver Nötigung und gesellschaftlicher Ausgrenzung von Bürgern im Zusammenhang mit der "Impfpflicht" –, können ihr berufliches Dasein weiterhin juristisch unbehelligt und entspannt fortsetzen.

    So auch der unantastbare Karl Lauterbach. Im April 2023 erklärte der damalige gesamtverantwortliche Bundesgesundheitsminister willkürlich die "Corona-Pandemie für beendet". Seine damalige Warnung lautete:

    "Trotzdem bleibt COVID eine Gefahr für die Zukunft."

    Rund drei Jahre später titelt die Deutsche Apotheker Zeitung:

    "Neuer Generaldirektor ab 2027 ‒ Könnte Lauterbach der neue Leiter der WHO werden?"

    Die Weltgesundheitsorganisation suche demnach bereits einen Nachfolger für den amtierenden Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus, dessen fünfjährige Amtszeit im Mai 2027 endet. Da er dieses Mandat bereits zum zweiten Mal ausübt, kann er nicht erneut zur Wahl antreten.

    Der Deutschlandfunk berichtete dazu gestern parallel im Rahmen einer koordinierten Medienkampagne:

    "Wer soll der neue Generaldirektor der einflussreichen Weltgesundheitsorganisation werden? Diese Frage wird im politischen Berlin diskutiert, zusammen mit der Forderung, es soll ein Deutscher oder eine Deutsche sein, die künftig die WHO führt." 

    Der Deutschlandfunk-Beitrag informiert weiter, dass Außenminister Johann Wadephul zu Jahresbeginn "bei seiner Reise in die Vereinigten Staaten nach einem Treffen mit dem UN-Generalsekretär António Guterres in New York" erklärte, er habe mögliche "deutsche Chefposten generell thematisiert". So hätte er gefordert:

    "Für die Zukunft muss klar sein, Deutschland will seinen Platz auch am Tisch der Vereinten Nationen haben."

    Bei der anstehenden WHO-Wahl könnte Deutschland demnach "gute Karten haben", da die Bundesregierung "mit ihrer Kandidatin zur Besetzung des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) zuletzt leer ausgegangen" sei. Daher "haben wir quasi ein Ticket frei", so der CDU-Gesundheitspolitiker und Bundestagsabgeordnete Sascha van Beek gegenüber dem Deutschlandfunk.

    Die finale Hiobsbotschaft lautet:

    "Wie es sich im politischen Berlin gehört, kursieren bereits Namen von möglichen Nachfolgern. Einer von ihnen ist der ehemalige Gesundheitsminister Karl Lauterbach von der SPD."

    Lauterbach und Tedros Adhanom Ghebreyesus sind dabei gefürchtete Kumpels. So erklärte der WHO-Chef im August des Vorjahres bei einem Treffen mit Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) in Berlin wörtlich:

    "In Krisenzeiten findet man schnell heraus, wer zu den richtigen Freunden gehört."

    Dies bestätigt ein X-Beitrag von Lauterbach aus dem Mai 2024:

    Ein zweiter Kandidat ist demnach Paul Zubeil, der aktuelle "Unterabteilungsleiter für europäische und internationale Angelegenheiten im BMG" – sowie rein zufällig der Ehemann des CDU-Politikers, moderaten Maßnahmenkritikers in der "Corona-Krise" und amtierenden Bundesbeauftragten für Drogen- und Suchtfragen Hendrik Streeck.

  • 10.02.2026 09:12 Uhr

    09:12 Uhr

    Bas nennt Ruanda als Vorbild für Frauenquote in der Politik

    Bärbel Bas, seit Juni 2025 gemeinsam mit Lars Klingbeil Bundesvorsitzende der SPD, präsentierte am letzten Wochenende auf der "Jahresauftaktklausur des SPD-Parteivorstands" ihre persönlichen Vorstellungen "guter und wichtiger" Politik für die Bürger des Landes.

    Angekündigt wurde das "neue Grundsatzprogramm" der vormaligen Arbeiterpartei. In der Parteigeschichte wurden erst drei solcher Programme verabschiedet, das letzte vor rund 20 Jahren.

    "Weniger Nostalgie, mehr Sozialstaat" fasst der Spiegel die Inhalte zusammen. Mit dem vorgestellten Programm "wollen sich die Sozialdemokraten als Verteidiger des Sozialstaats profilieren" konnte die Tagesschau-Redaktion aus den Reden herausarbeiten.

    Die SPD-Webseite "Vorwärts" präsentiert im Gesamtpaket folgende Wahrnehmungen:

    "Bald ist es vier Jahre her, dass Russland seinen völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Ukraine begann. Nur wenige Tage später sprach der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz von einer 'Zeitenwende'. Dass wieder versucht wird, Grenzen in Europa mit Gewalt zu verschieben, führte vielen brutal deutlich vor Augen, dass sich etwas verschoben hat in der Welt. Doch auch Entwicklungen wie die Ausbreitung von Künstlicher Intelligenz, der Klimawandel oder das Erstarken rechtsextremer Parteien machen vielen Sorgen."

    In verrückten Zeiten wollte die Bundesvorsitzende nun auch Schönes in ihre Rede einbauen. Bas liefert daher folgenden, wohlbedachten Hinweisvorschlag:

    "Um endlich voranzukommen, brauchen  wir mehr Frauen in der Wirtschaft und in der Politik. [Applaus] Und jetzt ein Vorschlag, es wird die Justizministerin freuen. Ruanda hat eine Verfassungsquote eingeführt, die 30 Prozent Frauen in allen Entscheidungsgrämien vorschreibt. [Applaus] Und im Parlament übrigens liegt der Frauenanteil bei über 60 Prozent. Das ist die höchste weltweit. [Applaus]

    Kleiner Schwenk, aber in unserem Land könnten wir beispielsweise beim Wahlrecht auch dafür kämpfen, dass mehr Frauen in die Parlamente kommen. Das muss die Devise sein. [Applaus]."

    Bestätigt durch die vernehmbare Zustimmung, vorab mit dem Redenschreiber (m,w,d) gekonnt erarbeitet, lautete die diesbezügliche Anschlussbelehrung an die SPD-Mitglieder:

    "Laut einer Studie der Vereinten Nationen wurden fast 60 Prozent der Frauen online auf die eine oder andere Art schon belästigt. Gleichzeitig sind nur 30 Prozent der Beschäftigten im KI-Bereich Frauen. KI ist halt immer nur so schlau wie die Person, die sie trainiert."

    Vollkommen nebensächlich. Ruanda hat seine Verfassungsquote für Frauen bereits im Jahr 2003 eingeführt, aber Details für ein Gesamtbild sind auch weiterhin für SPD-Mitglieder in der Gegenwart nicht von unbedingter Notwendigkeit.

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